Erste Hilfe kann Leben retten.

Erste Hilfe kann Leben retten.

Erste Hilfe-Maßnahmen

Erste Hilfe-Maßnahmen

Erste Hilfe kann Leben retten.

Eigentlich ist es verpflichtend, erste Hilfe zu leisten. Doch die Realität sieht leider etwas anders aus. Viele Menschen sehen weg, wenn sie Zeuge eines Unfalls werden. Häufigster Grund dafür: Angst, aus Unwissenheit etwas falsch zu machen. Auch die Furcht vor juristischen Konsequenzen und die Sorge, sich zu blamieren, hindern Menschen daran, Erste Hife zu leisten. Das Resultat ist erschreckend: Es wird gar keine Hilfe geleistet.

Die Grundprinzipien der Erste Hilfe sollte jeder kennen und beherrschen. Regelmäßige Auffrischungskurse sind ein Muss! Als Ergänzung – doch keinesfalls als Ersatz – haben wir hier die wichtigsten Regeln zusammengestellt:


Die vier goldenen Regeln

Mit diesen vier Schritten kann man jedem Verletzten helfen:

  1. ständig die lebenswichtigen Funktionen kontollieren
  2. den Notruf wählen
  3. den Verletzten mit einer Rettungsdecke wärmen
  4. psychische Betreuung: mit dem Betroffenen sprechen und ihm über den Kopf streichen (das spürt auch ein Bewusstloser)
 

Hier nun noch ein paar praktische Tipps bei häufig vorkommenden Verletzungen:

 
Bewusstlos? Stabile Seitenlage.
Ist der Patient bewusstlos, muss er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Sein Kopf muss übergestreckt und der Mund geöffnet werden, die Hände des Patienten werden nah an seinen Körper gelegt.

 
Keine Atmung? Herzdruckmassage und Beatmung.
Jetzt muss eine Herzdruckmassage und Beatmung, also eine Herz-Lungen-Wiederbelebung erfolgen. Dazu 30x auf die Mitte des Brustkorbs drücken, immer im Wechsel mit 2 Beatmungen, Mund-zu-Mund oder Mund-zu-Nase. 

 
Probleme in der Brust? Oberkörper hochlagern.
Typische Anzeichen: Atemnot, Schmerz, Angst und Panik, veränderte Atemgeräusche, plötzliche Hustenattacken, unregelmäßiger Puls, blasse oder blau-graue Hautfarbe. Jetzt den Oberkörper des Betroffenen erhöht lagern, enge Kleidug (Krawatten etc.) unbedingt lockern. In geschlossenen Räumen sollte man das Fenster öffnen, damit der Verletzte genügend frische Luft bekommt.

 
Sichtbare Verletzungen? Wunden verbinden.
Um  sich selbst vor Infektionen zu schützen, sollte man stets Handschuhe tragen. Bei stark blutenden Wunden wird der verletzte Körperteil hochgelagert und die zuführende Aterie abgedrückt. Anschließend einen keimfreien Druckverband anlegen. Fremdkörper in Wunden sollten vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Bei größeren, festsitzenden Fremdkörpern kann ein Verband mit einer Polsterung, die den Druck auf diesen Fremdkörper vermindert, angelegt werden.
Hat der Betroffene Schmerzen oder Schwellungen müssen die entsprechenden Körperteile ruhig gehalten und gekühlt (z.B. mit einem Eispack) werden.

 
Probleme am Kopf? Kopf hochlagern.
Meist sind diese schon deutlich durch äußere Verletzungen in diesem Bereich zu erkennen. Die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, können ihren Körper nur schwer steuern, haben eventuell Gedächtnislücken oder z.B. eine halbseitige Lähmung. Das Wichtigste ist jetzt: Kopf hochlagern und den Notarzt verständigen.

 
Probleme im Bauch? Knie und Nackenrolle.
Bei Verletzungen oder Schmerzen im Bauch ist es notwendig, den Patienten mit einer Knie- oder Nackenrolle zu versorgen. Bei offenen Bauchverletzungen muss die Wunde versorgt werden.

 
Fazit:
Bei allen Schritten ist stets auf die Einhaltung der zuvor erwähnten vier goldenen Regeln zu achten.  Auf keinen Fall sollte man, aus Angst etwas falsch zu machen, gar nicht helfen. Regelmäßige Erste-Hilfe-Kurse können zudem diese Unsicherheit nehmen. Unsere Erklärung ersetzt auch keinesfalls die Teilnahme an einem solchen Erste-Hilfe-Kurs!